Eine Ansage an alle, die Angst mit Training verwechseln.

STILL ≠ SICHER

Wenn ein Hund nichts mehr zeigt, heißt das nicht, dass es ihm besser geht. Stillgemacht ist nicht geheilt.

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Wissenschaftlich belegt. Rechtlich eingeordnet. Medienfälle nur mit Statuskennzeichnung. Keine Namensnennung auf dieser Seite.

01 / DIE ANSAGE

Ein Hund, der aus Angst aufhört zu reagieren, ist nicht „resozialisiert“.

Du kannst Verhalten unterdrücken. Du kannst Knurren bestrafen. Du kannst einen Hund so einschüchtern, dass er äußerlich „funktioniert“. Aber damit hast Du die Ursache nicht automatisch verändert.

Gutes Training schafft Sicherheit, Vorhersagbarkeit, Alternativen und Lernfähigkeit. Es braucht Fachwissen, Management und manchmal Geduld. Was es nicht braucht: Schmerz als Abkürzung.

Meine Position:Gewalt ist keine Trainingsmethode.

02 / WAS DU SIEHST. WAS DER HUND ERLEBT.

Stille kann zwei völlig unterschiedliche Geschichten erzählen.

Bewege den Regler. Links wird Verhalten nur unterdrückt. Rechts wird Verhalten verstanden, abgesichert und neu aufgebaut.

UNTERDRÜCKEN

„Er macht es nicht mehr.“

  • Warnsignale bestrafen
  • Handlungsspielraum verkleinern
  • Konflikt äußerlich stoppen
  • Ursache kann bestehen bleiben

VERSTEHEN

„Er kann es anders lösen.“

  • Trigger und Funktion analysieren
  • Abstand & Management
  • Alternativverhalten aufbauen
  • Sicherheit generalisieren

03 / WISSENSCHAFT

Nicht Ideologie. Daten.

Die Forschung ist nicht in jedem Detail abgeschlossen. Aber der rote Faden ist deutlich: aversive Verfahren bringen relevante Wohlfahrtsrisiken mit sich, ohne einen belegten generellen Wirksamkeitsvorteil gegenüber belohnungsbasiertem Training.

PLOS ONE · 202092

Begleithunde im Vergleich

Hunde aus aversiv arbeitenden Schulen zeigten während des Trainings schlechtere Wohlfahrtsindikatoren; bei hohem Aversiv-Anteil zeigten sich auch außerhalb des Trainings Nachteile.

Originalstudie ↗
J. VET. BEHAVIOR · 201717

Studien im Review

Das Review fand Risiken für psychische und körperliche Gesundheit; ein genereller Vorteil aversiver Methoden gegenüber positiver Verstärkung wurde nicht belegt.

Review ↗
ESVCE · 20180

belegter E-Collar-Vorteil

Die europäische Fachgesellschaft stellt die Risiken heraus und spricht sich klar gegen E-Collars aus.

Fachartikel ↗
AVSAB · 2025/2021ONLY

reward-based

Die AVSAB bekräftigt 2025 ihre Position von 2021: ausschließlich belohnungsbasierte Methoden; aversive Methoden sollen nicht eingesetzt werden.

Position Statement ↗

Wichtig: Wissenschaft beschreibt Wahrscheinlichkeiten und Risiken, keine magischen Garantien. Professionelles Training berücksichtigt Individuum, Kontext, Gesundheit, Lerngeschichte und Sicherheit.

04 / ÖSTERREICHISCHES RECHT

In Österreich ist die Grenze nicht philosophisch.

Sie steht im Gesetz.

TSchG § 5 Abs. 1

Schmerz, Leiden, Schäden, schwere Angst

Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen.

RIS öffnen ↗
TSchG § 5 Abs. 2 Z 3

Bestimmte Dressurmittel verboten

Genannt werden u. a. Stachel-/Korallenhalsbänder, elektrische oder chemische Dressurgeräte sowie technische Hilfsmittel, die Verhalten durch Härte oder Strafreize beeinflussen sollen.

Gesetzestext ↗
TSchG § 38

Bis 7.500 € / 15.000 €

Für Verstöße gegen § 5 sieht das Tierschutzgesetz Verwaltungsstrafen bis 7.500 € vor, im Wiederholungsfall bis 15.000 €. In schweren Fällen mindestens 2.000 €.

Strafbestimmung ↗
TSchG § 39

Tierhaltungsverbot möglich

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann die Behörde die Haltung und Betreuung von Tieren zeitlich begrenzt oder dauerhaft verbieten.

RIS öffnen ↗

05 / EUROPA — DOKUMENTIERTE FÄLLE

Keine Namen. Keine Prangerliste. Nur dokumentierte Vorgänge und ihre Quellen.

Die Karten nennen bewusst keine betroffenen Personen oder Betriebe. Der jeweilige Status ist präzise gekennzeichnet. Der externe Medienlink führt zur Originalberichterstattung.

ÖSTERREICH · 2023ERMITTLUNGSBERICHT

Training mit Fixieren, Würgegriff und Tritten

ORF berichtete über polizeiliche Ermittlungen und eine Festnahme nach mehreren Anzeigen. Beschrieben wurden Videoaufnahmen mit gewaltsamem Fixieren, Würgegriff und Tritten. Diese Karte trifft ausdrücklich keine eigene Schuld- oder Verurteilungsfeststellung.

ORF-Bericht lesen ↗
NIEDERLANDE · 2021VERURTEILT

Polizei-/Security-Hundetrainer

Vier Männer wurden laut NOS wegen Misshandlung von Hunden zu Arbeitsstrafen verurteilt. Berichtet wurden verbotene Stachelhalsbänder, Schläge, Tritte und Stromstöße.

NOS-Bericht lesen ↗
SCHOTTLAND · 2026VERURTEILT

Schlagen und Würgen eines Hundes

Ein Hundetrainer wurde am Glasgow Sheriff Court wegen unnötigen Leidens schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte 180 Stunden unbezahlte Arbeit.

STV-Bericht lesen ↗
DEUTSCHLAND · 2026GERICHT BESTÄTIGT MASSNAHME

Zwölf Hunde fortgenommen

Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein lehnte den Antrag eines Hundetrainers und seiner Frau gegen die Fortnahme und Veräußerung von zwölf Hunden ab. Die Behörde hatte Tierschutzverstöße angeführt; laut Gerichtsmitteilung zeigten Videos auch Schläge mit einem Seil.

Gerichtsmitteilung ↗
DEUTSCHLAND · 2026GERICHTSVERFAHREN

Elektroschockhalsband im Hundetraining

Die Tagesschau berichtete über einen Prozess, in dem dem Angeklagten unter anderem vorgeworfen wurde, einem Rottweiler beim Training Stromstöße verabreicht zu haben. Kein Schuldspruch wird hier behauptet.

Tagesschau-Bericht ↗

06 / RED FLAGS

Wenn Dir jemand das als „notwendig“ verkauft, frag nach.

Ein Warnsignal ist kein automatischer Beweis für Rechtswidrigkeit. Mehrere Warnsignale zusammen sind aber ein guter Grund, Training zu stoppen und eine qualifizierte Zweitmeinung einzuholen.

07 / DER SOUNDTRACK

HEARTVIBE COLLECTIVE

Still gemacht ist nicht geheilt
Tritte und Schläge sind kein Tierschutz

4:08 Minuten Haltung. Veröffentlicht 2025 bei HeartVibe Records. Der lokale Player ist für die eigene Master-/Webdatei vorbereitet.

0:004:08

Hinweis: Für direktes Abspielen auf dieser Website muss die lizenzierte MP3-Datei unter assets/audio/stillgemacht-ist-nicht-geheilt.mp3 liegen.

Barrierefreie Inhaltsbeschreibung des Songs

Der Song ist die künstlerische Verdichtung der Kampagnenbotschaft: Gewalt, Tritte, Schläge, Schmerz und Einschüchterung sind kein Tierschutz und kein Ersatz für fachlich fundiertes Training. Die zentrale Aussage des Songs wird auf dieser Website zusätzlich vollständig unabhängig vom Ton in Textform vermittelt.

08 / WENN DU ETWAS SIEHST

Nicht wegsehen. Aber sauber dokumentieren.

01

Sicherheit zuerst.

Bringe Dich, andere Menschen und Tiere nicht zusätzlich in Gefahr.

02

Fakten sichern.

Datum, Ort, Kontext und eigene Wahrnehmung notieren. Originaldateien unverändert aufbewahren. Keine aus dem Zusammenhang gerissenen Clips verbreiten.

03

Zuständige Stelle kontaktieren.

In Österreich sind je nach Sachverhalt Bezirksverwaltungsbehörde/Magistrat, Amtstierarzt oder Polizei zuständig. Bei akuter Gefahr: Polizei.

04

Nicht vorverurteilen.

Verdacht melden, Belege übergeben, Behörden prüfen lassen. Social-Media-Pranger ersetzen kein Verfahren.

AN ALLE TRAINER DA DRAUSSEN

Wenn Deine Methode nur funktioniert, solange der Hund Angst vor den Konsequenzen hat, ist die Methode das Problem.

Ich werde nicht leiser, damit Gewalt bequemer klingt.

dieHunde.schuleGewaltfreies Hundetraining. Mit Wissenschaft, die Wissen schafft.
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